November 23, 2006...9:36

Casino Royale

Zu den Kommentaren

Ein neuer Bond-Film mit einem neuen Bond. Systematisch habe ich alle Kritiken gemieden, um mich überraschen zu lassen. Das war alles andere als einfach. Und nun habe ich ihn gesehen. Ein Film. Ja. Ein guter Film. Naja. Die Handlung ist ein bisschen hanebüchen. Ein guter Action-Film? Auf jeden Film. Ein guter Bond-Film? Ich weiß noch nicht.

James Bond ist nun ein Action-Held, der kaum noch sophisticated ist.  Er rast, prügelt sich, vollbringt gewagte Comic-Stunts und ist dabei alles andere als elegant. Die Arroganz ist gewichen, die Gags sind etwas weniger von oben herab. Die typischen Bond-Gadgets spielen keine Rolle mehr. Alles ist härter, unbarmherziger geworden. James Bond macht Fehler. Zuvor undenkbar. Er lässt sich mit der falschen Frau ein. Zuvor undenkbar. Selbst die intelligentesten Bond-Gespielinnen waren kaum mehr als Staffage. Nun spielt Bond eine Rolle in dem Spiel, das sie plant.

Zwei Höhepunkte:

  • Die Verfolgungsjagd zu Beginn, mit der der neue James Bond eingeführt wird. Sie kann eine gewisse Plattform-Spiele-Ästhetik nicht verleugnen.
  • Der Endkampf in dem dem untergehenden venezianischen Palast.

Und noch eine ganz andere Sache. Wie viele Poker-Varianten gibt es eigentlich? Dunkel entsinne ich mich noch alter Zeiten, als das Spiel mit fünf Karten gespielt worden ist. In diesem Fall lagen fünf Karten für alle einsichtig da, und es kam darauf an, was die übrigen beiden Karten in der Hand der Spieler zeigten.

2 Kommentare

  • Daniel Craig ist ein Weichei, ein durchtrainiertes zwar, aber ein Weichei. Echte Kerle wissen, dass echte Kerle – und ein solcher ist das Fossil “Bond, James Bond” nun einmal – Automatikgetriebe als Weiberkram verachten, Pokern können und nie im Leben eine Schwimmweste tragen würden. Auch nicht auf der Themse. Und jetzt? Daniel Craig ist Bond. Nicht der Smoking-tragende Dandy, nicht der technik-verliebte Superheld, nicht der im Vorübergehen tötende Weltenretter. Daniel Craig ist der Agent der im Buch steht: knallhart, austrainiert und er ist nicht unverwundbar. Vielleicht spielt Daniel Craig den authentischsten Bond, den wir bisher auf der Leinwand gesehen haben.

    Meine ganze Kritik gibt es hier : http://www.lutzsindermann.de/blog/?p=132

  • Was jetzt: Ist D. Craig jetzt ein Weichei oder knallhart und austrainiert? Was willst Du mir überhaupt damit sagen?


Eine Antwort schreiben